Tanztherapie in der Krebsnachsorge
Die Diagnose Krebs stellt für betroffene PatientInnen auch psychisch eine außerordentliche Belastung dar und verursacht eine nachhaltige Kränkung des Körperbildes und Körperempfindens.
Tanztherapie ist ein künstlerisches psychotherapeutisches Verfahren, das die unmittelbare Körpersprache des Tanzes und der alltäglichen Bewegung zur Integration von körperlichen, emotionalen und kognitiven Prozessen sowie als Medium zur Persönlichkeitserweiterung
nutzt. Sie zählt neben der Musik- und Kunsttherapie zu den etablierten künstlerischen Therapien und hat sich als klinisches, psychotherapeutisches, rehabilitatives und präventives
Verfahren durchgesetzt. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass Tanztherapie die Parameter emotionale Stimmung, Coping, Stressfaktoren, Körperbild, Bewegungsverhalten,
Selbstwertgefühl und Lebensqualität verbessern kann.
Ziele
- Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
- Stärkung des Selbsthilfepotentials und eigener Ressourcen
- Förderung der Erlebnisfähigkeit
- Reduktion von Angst, Depression und Hilflosigkeit
- Verbesserung der Lebensqualität
- Steigerung des Selbstwertes
- Affektregulation durch den offenen Ausdruck von Gefühlen
- Vertrauen in den eigenen Körper gewinnen
Nutzen
- Durch Bodenkontakt 'Wieder den Boden unter den Füßen spüren'
- Die eigenen Ressourcen und Kraftquellen neu entdecken
- Sich dem eigenen Körper zuwenden und ihn in seiner veränderten ‚Ganzheit‘ wahrnehmen
- Eine Neuorientierung in der veränderten Lebenssituation finden
- Neue Möglichkeiten und Wege erkennen
- Kontakt und Vertrauen zu sich selbst und in der Gruppe aufbauen